Dominic Thiem spaziert ins Viertelfinale – Auch Mitfavorit Carreno-Busta verliert keine Zeit

Bisher läuft es für den Topfavoriten bei den German Open 2018 presented by Kampmann wie gemalt. Dominic Thiem ist ohne Satzverlust in das Viertelfinal des traditionsreichsten deutschen Tennisturniers marschiert und ließ dem Australier John Millman beim 6:2, 6:2 keine Chance. Sein nächster Gegner ist der Chilene Nicolas Jarry, der in der Runde der letzten 16 vom verletzungsbedingten Rückzug seines Gegners Richard Gasquet profitierte.

Während der chilenische Newcomer also seit Dienstagmittag die Hamburger Sonne genießen kann, ist Thiem voll im Rhythmus. Dem 24-jährigen Niederösterreicher konnten auch die tropischen Bedingungen auf dem Center Court nichts anhaben. „Ich habe mich von Beginn an sehr gut gefühlt und beim Break zum 2:1 gleich ein sehr gutes Spiel gemacht und das auch direkt bestätigt. Insgesamt gab es aber schon einige enge Situationen. Deshalb war das Spiel auch nicht so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt“, hielt der Weltranglistenachte fest. Noch am Sonntag hatte Thiem in der Tennis-Bundesliga gegen Millman weitaus mehr Mühe. Diesmal war es ein Match, in dem der Turnier-Topfavorit einmal mehr zum Ausdruck brachte, wie viel Spaß es ihm macht, in Hamburg zu spielen. Zudem hat er mit dieser deutlichen Leistungssteigerung seine Ambitionen auf den Turniersieg einmal mehr untermauert. Luft nach oben hat Thiem sicher noch beim ersten Aufschlag, aber bis zum Finale am Sonntag sind ja schließlich noch ein paar Bälle zu spielen.

Nach seinem knappen Erfolg gegen Florian Mayer zum Auftakt, konnte Pablo Carreno-Busta im Achtelfinale Kräfte sparen. Bereits nach 62 Minuten war seine Partie gegen Aljaz Bedene nämlich schon beendet – weil der Slowene beim Stand von 2:6 und 0:4 aus seiner Sicht verletzungsbedingt aufgeben musste. Zu Beginn des zweiten Satzes ließ sich Bedene im Adduktorenbereich behandeln, musste aber kurze Zeit später dann doch die Segel streichen. Bis dahin sahen die Zuschauer auf dem „Center Court der Welt“ eine beeindruckende One-Man-Show der Nummer drei der Setzliste. „Es war ein sehr gutes Match und ich fühle mich hier in Hamburg sehr wohl. Leider musste er aufgeben, hoffentlich erholt er sich gut“, schickt der Mann aus Barcelona Genesungswünsche an Bedene, wirft aber auch schon einen Blick voraus aufs Viertelfinale: „Jetzt geht es gegen Nikoloz Basilashvilli. Er hat gegen Cuevvas und Kohlschreiber gewonnen. Das sagt schon eine Menge aus. Ich werde da sehr gut spielen müssen.“

Jener Nikoloz Basilashvilli feierte gegen Pablo Cuevas, Hamburg-Finalist des Jahres 2016, bereits seinen vierten Sieg in dieser Turnierwoche am Rothenbaum und triumphierte mit 7:6 (6), 6:4. Zum Start des Turnier-Donnerstag boten die Beiden auf dem Center Court Sandplatztennis vom Feinsten und lieferten sich etliche hochintensive Ballwechsel. Ähnlich wie in der entscheidenden Phase des Matches gegen Philipp Kohlschreiber ging der georgische Qualifikant gerade auf der Vorhandseite voll ins Risiko und gewann am Ende den Hauptpreis – ein Ticket für das Viertelfinale des traditionsreichsten deutschen Tennisturniers. Im Tie-Break des ersten Satzes gelang Basilashvili, der vom deutschen Trainer Jan de Witt betreut wird, ein bemerkenswertes Comeback: Nach einem 1:6-Rückstand wehrte er alle fünf Satzbälle ab, machte sieben Punkte in Folge und holte sich den Tie-Break mit 8:6. Im zweiten Durchgang erzwang der Qualifikant mit seinem druckvollen Spiel ein Break, das ausreichte, um das Match nach Hause zu bringen.