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Sandplatzkönig Nadal triumphiert am Rothenbaum

„Was für ein geiles Match!“ Turnierdirektor Michael Stich brachte es nach 2:34 Stunden Spielzeit auf den Punkt. Denn was Rafael Nadal und Fabio Fognini da auf dem „Center Court der Welt“ zelebriert hatten, war wirklich absolut hochklassig. Am Ende hieß es 7:5, 7:5 für den spanischen Superstar, es gab Standing Ovations und die La-Ola-Welle vom Publikum.

Auch Nadal selbst schien das Duell gefallen zu haben: „Es war ein großartiges Match. Ich hoffe, dass die Zuschauer es genossen haben. Ich jedenfalls genieße jetzt den Moment und möchte mich bei allen Bedanken.“ Kurz zuvor hatte Rafa nach dem verwandelten Matchball seinen Schläger zur Seite gelegt, einige Meter Anlauf genommen – um dann auf den Knien über die Rothenbaum-Asche zu rutschen. Ein überragender Anblick!

Auch Finalist Fabio Fognini konnte wenige Augenblicke nach der Niederlage schon wieder lächeln. Der Italiener spielte eine starke Turnierwoche und sagte nach der Partie: „Es war ein großes Finale. Ich habe gut gespielt, aber Rafa war einfach noch besser.“ Um dann noch hinzuzufügen: „Wir sehen uns im nächsten Jahr!“

Die Geschichte des Spiels kann in kurzer Form kaum wiedergegeben werden: Unzählige, herausragende Ballwechsel. Elf Breaks. Wendungen über Wendungen. Oder, um es mit Nadals Worten zu sagen: „Es war ein ständiges Auf und Ab.“ Nach sage und schreibe 77 Minuten Spielzeit hatte der Spanier mit einem Wahnsinns-Return-Short seinen vierten Satzball zum 7:5 genutzt. Und bekam dafür sogar Szenen-Applaus von Fognini.

Im zweiten Durchgang führte Nadal dann schnell mit 3:1. Wer da allerdings mit der Vorentscheidung gerechnet hatte, wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Fognini drehte das Match zum 4:3, hatte beim 5:4 sogar zwei Satzbälle. Die allerdings konnte der Italiener nicht nutzen – und musste wenig später dem Sandplatzkönig gratulieren.

Murray/Peers sichern sich den Doppel-Titel

Das an Position drei gesetzte britisch-australische Duo Jamie Murray/John Peers hat derweil die Doppelkonkurrenz für sich entschieden. In einem ansehnlichen Finale vor bereits prall gefülltem Center Court gewann die leicht favorisierte Kombination gegen die Kolumbianer Juan Sebastian Cabal/Robert Farah mit 2:6, 6:3 und 10:8.

Alleine der Match-Tie-Break war das frühe Kommen wert, denn beide Doppel  brillierten mit klassischer Serve-and-Volley-Taktik. Nach dem verwandelten Matchball – natürlich von der Netzkante aus – bedankte sich Jamie Murray, Bruder von Tennis-Superstar Andy Murray, beim Publikum: „Danke für die Unterstützung. Wir sind richtig happy, hier in Hamburg gewonnen zu haben.“

Überaus angetan vom Abschluss einer tollen Turnierwoche zeigte sich auch Detlef Hammer, Geschäftsführer der veranstaltenden Hamburg sports & entertainment GmbH: „Wir als Veranstalter sind dann zufrieden, wenn unsere Partner, Sponsoren, die Spieler, Besucher, Medien – wenn alle glücklich sind. Das Feedback war durch die Bank recht gut, also sind wir sehr, sehr zufrieden“.