Kern & Stebe spielen um Hauptfeld-Tickets – 6.000 Zuschauer sorgen für Besucherrekord am Qualifikationssamstag

Das war ein echter Traumauftakt! Bei strahlendem Sonnenschein und vor den Augen von über 6.000 Tennisfans, die für einen Besucherrekord am Qualifkationssamstag sorgten, starteten die bet-at-home Open 2013 am Hamburger Rothenbaum mit der Qualifikation, in der heute Robin Kern und Cedric-Marcel Stebe um einen Platz im Hauptfeld des größten deutschen Tennisturniers kämpften. Der Nürnberger Kern, der in der Salzburger European Tennis Base bei Ulf Fischer, dem Coach von Tommy Haas trainiert, gewann gegen den favorisierten Schweden Martin Alund trotz muskulärer Beschwerden 6:4, 6:3. Kern trifft heute im Quali-Endspiel auf den Slowenen Blaz Kavcic und ist auch in diesem Duell klarer Außenseiter. Im einzigen Center Court-Spiel des Tages setzte sich Cedric-Marcel Stebe mit 7:6, 6:0 gegen den Ukrainer Sergey Stakhovsky durch. Stakhovsky hatte in Wimbledon in der 2. Runde noch Roger Federer aus dem Turnier geworfen. „Durch den Gewinn des ersten Satzes hatte ich sicher einen kleinen psychologischen Vorteil und habe es dann sehr gut zu Ende gespielt“, freute sich Stebe nach seinem Auftaktsieg in der Qualifikation. Heute geht es für Stebe, der im vergangenen Jahr am Rothenbaum erfolgreich für Deutschland im Davis Cup debütierte, gegen Diego Sebastian Schwarzman.  

Die zahlreichen jungen, deutschen Nachwuchskräfte verpassten dagegen die eine oder andere Überraschung. Eine tolle kämpferische Leistung zeigte allerdings Kevin Krawietz, der dem topgesetzten Wimbledon-Viertelfinalisten Lukasz Kubot knapp drei Stunden lang die Stirn bot, trotzdem aber mit 7:5, 5:7, 4:6 den Kürzeren zog. Maximilian Marterer, dem Junioren-Halbfinalisten von Wimbledon, blieb dagegen ein Satzgewinn verwehrt. Der Fürther unterlag Jan Hajek aus Tschechien 3:6, 4:6. Teils herbe Zwei-Satz-Niederlagen gab es außerdem für die beiden Quickborner Finn Meinecke (0:6, 0:6 gegen Blaz Kavcic) und Florian Barth (5:7, 1:6 gegen den Argentinier Diego Sebastian Schwarzman). Frederik Press vom heimischen Der Club an der Alster bekam es mit dem Rothenbaum-Sieger von 2010 Andrey Golubev aus Kasachstan zu tun und musste sich deutlich 1:6, 1:6 geschlagen geben.  Der  Triumph in Hamburg vor drei Jahren war der größte Erfolg om der Karriere von Golubev, der mittlerweile bis auf Platz 141 der Weltrangliste zurückgefallen ist.

Am Sonntag stehen die sechs Qualifikationsfinals an. Um 19 Uhr trifft dann Turnierdirektor Michael Stich auf dem „Center Court der Welt“ im Rahmen der „Lombardium Classics presented by Moet Chandon“ auf den siebenmaligen Grand Slam-Sieger Mats Wilander.