Simon übersteht Marathon-Match gegen Berlocq

Das ist gerade noch mal gut gegangen! Titelverteidiger Gilles Simon hat bei seinem Auftaktmatch bei den bet-at-home Open 2012 eine richtige dicke Nuss zu knacken. Gegen den Argentinier Carlos Berlcoq gewann der Welztranglisten-12. nach verlorenem ersten Satz noch mit 4:6, 7:6 (5), 6:1. 2:47 Stunden benötigte der Franzose um Berlocq niederzuringen und war erleichtert, die Mission Titelverteidigung nicht vorzeitig abbrechen zu müssen: „Carlos war ein Warrior und ich musste sehr aggressiv spielen. Jetzt würde ich mich natürlich freuen, gegen Tommy Haas zu spielen, denn er ist in Deutschland ein echter Held. Aber er muss sein Erstrundematch auch erst mal gewinnen.“

Ausgeschieden ist dagegen Tommy Robredo, der Rothenbaum-Sieger von 2006. Der Spanier fiel zuletzt lange verletzt aus und konnte nach einem guten ersten Durchgang gegen Federico del Bonis (Argentinien) seine Form nicht konservieren und brach total ein. Zwischenzeitlich holte der Südamerikaner acht Spiele in Folge und siegte am Ende 5:7, 6:0, 6:1.

Dagegen hat sich der ehemalige Weltranglistendritte und Turniersieger von 2009, Nikolay Davydenko, bei der 106.Auflage des Rothenbaum-Turniers ins Achtelfinale gekämpft. Der Russe besiegte im „Night Match“ des ersten Hauptfeldspieltages dank einer echten Energieleistung den Finnen Jarkko Nieminen mit 5:7, 6:4, 6:0. Beide ließen über weite Strecken der Begegnung die nötige Stabilität vermissen, fabrizierten viele Fehler und ließen alleine im ersten Satz insgesamt fünf Breaks zu. Davydenko biss sich aber nach schwachem Start immer besser in die Partie und profitierte zudem von einer hohen Fehlerquote seines skandinavischen Gegners, ehe er nach knapp zwei Stunden mit einem Ass das Achtelfinalticket löste. Nächster Gegner von Davydenko ist jetzt entweder Vorjahresfinalist Nicolas Almagro oder Tobias Kamke.

Bye, bye Bachi!

Sag zum Abschied leise Servus! Für Wildcardspieler Matthias Bachinger war das Abenteuer „Hamburg Rothenbaum“ schon nach der ersten Runde wieder vorbei. Der Hartplatzspezialist aus Dachau bei München verlor gegen den Niederländer Robin Haase klar mit 4:6, 2:6 und hatte dabei schlichtweg keine Chance. Bachinger konnte in der Hansestadt nicht an seine tollen Leistungen aus der Vorwoche anknüpfen, als er in Umag (Koratien) noch das Viertelfinale erreichte. Haase war in allen Bereichen der beständigere und aggressivere Spieler und könnte im Achtelfinale schon wieder auf einen Deutschen treffen – sollte Florian Mayer heute gegen Horacio Zeballos gewinnen.