Simon raubt Youzhny den letzten Atem

Der erste Finalist der bet-at-home-Open 2011 ist gefunden – und er kommt aus Frankreich. Gilles Simon steht in seinem elften ATP-Endspiel. Doch bis dahin war es ein langer und kräftezerrender Halbfinalmarsch. So ging Mikhail Youzhny in Durchgang eins mit vollem Tempo in die Partie, versuchte frühzeitig die Richtung vorzugeben. Und das gelang ihm auch. Youzhny holte sich in Durchgang eins zweimal das Break zum 3:1 und 4:2, nachdem er zwischenzeitlich einmal seinen Aufschlag hatte selbst abgeben müssen. Doch insgesamt zeigte sich der Russe gerade in der Anfangsphase einfach zielstrebiger, sicherte sich somit auch völlig verdient die 6:3-Satzführung. Doch ab Durchgang zwei war die Zeit des Franzosen gekommen. Simon mit dem frühen Break zum 2:0, doch damit war Youzhnys Wille noch nicht gebrochen. Denn die ehemalige Nummer acht der Welt mobilisierte noch einmal seine letzten Kraftreserven, schaffte nicht nur das direkte Rebreak, sondern auch den 2:2-Ausgleich. Doch spätestens ab dem 3:3 war die Partie entschieden. So holte sich Simon ab diesem Moment sieben Spiele in Folge, den Satzausgleich und auch die Vorentscheidung im letzten Durchgang – 4:0. Der plötzliche Einbruch ist leicht mit dem physischen Aspekt zu erklären. Während Youzhny für seinen Viertelfinalerfolg über Marin Cilic drei Stunden benötigte, gelang Simon der Halbfinaleinzug in „nur“ zwei. Nach erneut knapp zwei Stunden war es dann auch am Sonnabend vollbracht, Simon siegt 3:6, 6:3, 6:1 und betreibt damit mehr als nur Wiedergutmachung zum letzten Jahr. Denn 2010 war er als topgesetzter Akteur gleich in Runde eins gescheitert.