In Hamburg sagt man Tschüss – Kamke, Reister und Stebe raus!

Schade! Der Höhenflug der beiden Lokalmatadoren am Hamburger Rothenbaum wurde jäh gestoppt. Erst verlor Tobias Kamke aus Lübeck gegen Marin Cilic aus Kroatien, ehe kurze Zeit später der Reinbeker Julian Reister die Überlegenheit von Mikhail Youzhny anerkennen musste – der Traum von einem norddeutschen Viertelfinale war geplatzt. Dabei sah es zumindest bei Tobias Kamke zunbächst nach einer Fortsetzung der Erfolgsstory aus den vergangenen Tagen aus. Kamke war der aktivere Mann, bis Cilic sich zu Beginn des zweiten Satzes die Müdigkeit aus seinem Marathon-Match gegen Bastian Knittel aus den Beinen gespielt hatte und das Tempo forcierte. „Heute hat der bessere Spieler gewonnen. Er hat sich zurückgekämpft und steht verdient im Viertelfinale. Knackpunkt war vielleicht der vergebene Breakball beim 3:2 im zweiten Satz. Da ist er voll drin geblieben und es wurde sehr schwierig für mich. Er hat eine beeindruckende Leistung geboten“, analysierte Kamke und ging gleich wieder zurück auf dem Center Court, um Julian Reister die Daumen zu drücken – allerdings vergeblich. Nach 84 Minuten stand Reisters 3:6, 3:6-Schlappe gegen Youzhny fest. In beiden Sätzen gab der Deutsche früh seinen Aufschlag ab und fand kein Mittel gegen den konstanten Russen. „Er war einfach zu gut und hat es mir schwer gemacht ins Spiel zu finden. Ich hätte gerne im Viertelfinale gegen Tobi gespielt, aber wir haben beide ein gutes Turnier gespielt und können positiv in die nächsten Wochen gehen“, fasste Reister. Auch wenn´s am Ende nicht zum ganz großen Coup gereicht hat: Danke Ihr Zwei – das hat Spaß gemacht!

Kurz danach musste sich dann auch Newcomer Cedrik Marcel Stebe dem spanischen Weltklassespieler Fernando Verdasco geschlagen geben. Auf dem völlig überfüllten Platz M1 konnte sich Stebe zwar der Unterstützung der Fans sicher sein, verlor aber dennoch am Ende mit 5:7, 2:6 und verpasste damit sein zweites Viertelfinale innerhalb von nur einer Woche. Damit ruhen die deutschen Hoffnungen nun auf Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber.