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Sensationell: Elf deutsche im Hauptfeld – Phau Kämpft sich durch die Qualifikation

Am Samstag hat um 16.30 Uhr auf der Bühne des Rothenbaum Trucks die offizielle Auslosung des Einzel- Hauptfeldes der German Open Ten¬nis Championships stattgefunden. Als Glücksfeen fungierten Turnier-direktor Michael Stich und Nach¬wuchsspieler Tobias Kamke. Die Nummer 100 der Weltrangliste hatte von Michael Stich aufgrund seiner guten sportlichen Leistungen in den letzten Wochen eine Wildcard für das Hauptfeld bekommen und kann nun in Runde eins gegen den Argentinier Eduardo Schwank (ATP 52) beweisen, dass er bereits ganz oben mitspielen kann. „Ich möchte hier das Viertelfinale erreichen, aber dafür muss ich zuerst die erste Run¬de überstehen“, sagte Kamke.
Einiges vorgenommen hat sich auch Daniel Brands (ATP 70) bei den mit einer Million Euro dotierten German Open. Selbstvertrauen und Spiel¬form stimmen. Vor kurzem erreichte die Nummer 70 der Welt das Achtel¬finale in Wimbledon – sein bis dahin größter Erfolg. „Mein Selbstver¬trauen ist nach Wimbledon ziemlich groß. Ich komme mit hohen Erwar¬tungen nach Hamburg“, sagte der 23-Jährige. Auf dem Weg ins Achtel¬finale schlug Brands in Wimbledon Igor Andreev (ATP 81), die Nummer sechs der ATP-Rangliste Nikolay Davydenko und den Rumänen Victor Hanescu (ATP 37). Erst gegen Tomas Berdych (ATP 8) unterlag der 1.96 Meter große Rechtshänder knapp in vier Sätzen.
Trotz seiner sensationellen Erfolge geht “Brandi“ mit dem nötigen Res¬pekt in die erste Begegnung. Er spielt gegen Julian Reister (ATP 118). Es ist das einzige deutsch-deutsche Duell in der ersten Runde. „Es wird ein hart umkämpftes Match geben. Die Zuschauer können sich drauf freuen“, so Brands. Er weiß, dass man sich niemals auf seinen Erfolgen ausru¬hen darf. Gleich nach Wimbledon, verlor der Deggendorfer in der ersten Runde in Bastad. „Die Umstellung von Rasen auf Sand ist sehr schwie¬rig, aber jetzt bin ich gut vorberei¬tet.“ Reister und Brands haben von Michael Stich eine Wildcard erhalten.
Philipp Kohlschreiber (ATP 35) hat ebenso ein Freilos wie Philipp Petzschner (ATP 38) und Michael Berrer (ATP 45). Andreas Beck (ATP 79) trifft auf Jan Hajek aus Tsche¬chien (ATP 83) und Lokalmatador Mischa Zverev (ATP 150) auf An¬drey Golubev (ATP 82) aus Kasach¬stan. Florian Mayer (ATP 56) muss sich in der ersten Runde mit Pablo Cuevas (ATP 64) aus Uruguay auseinandersetzen. Simon Greul (ATP 87) spielt gegen den Italiener Simone Bolelli (ATP 110).
Björn Phau (ATP 98) hat sich am Hamburger Rothenbaum als einzi¬ger von sechs deutschen Spielern durch die Qualifikation gekämpft und steht im Hauptfeld. In der ersten Runde setzte sich Phau am Samstag mit 6:4, 6:2 gegen den Spanier Fernando Vicente durch. Zur Belohnung durfte Phau im Match um den Einzug ins Haupt-feld am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein auf dem Center Court der Welt aufschlagen. In Zwei Sät¬zen besiegte der 1.75 Meter große Rechtshänder mit der peitschenden Rückhand den Franzosen Marc Gicquel (ATP 144) mit 6:3, 6:4. Sein nächster Gegner ist Potito Starace (ATP 69) aus Italien.
Insgesamt elf deutsche Spieler treten im Hauptfeld der German Open an. „Ich bin froh, dass es nur eine deutsche Partie in der ersten Runde gibt. Die deutschen Spieler sollen sich hier am Rothenbaum international messen“, sagte Stich nach der Auslosung. Hoffentlich können die Deutschen den Heim¬vorteil am Hamburger Rothenbaum nutzen“, sagte Michael Stich nach der Auslosung.