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Hamburgs Finalisten 2009 im Portrait

Paul-Henri Mathieu (Frankreich/13)
Auf dem Weg ins Finale zeigte Paul-Henri Mathieu nicht nur seine kämpferischen, sondern auch die mentalen Qualitäten. So steckte er gestern gegen Pablo Cuevas eine 0:4-Serie im dritten Satz noch weg und gewann mit 7:5. Eben jene mentale Frische braucht der begeisterte Kinogänger auch heute, um Davydenko zu besiegen. Im direkten Vergleich steht es 3:3. Es ist das zweite Mal, dass sich das Duo in einem Finale gegenüber steht. 2002 in Moskau behielt Davydenko die Oberhand. Der Franzose wurde übrigens in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze groß und lernte deutsch in der Schule. Deutsch Sprechen kann er aber angeblich nicht mehr so gut – aber so eine kleine Siegeransprache in Hamburg wäre doch ein guter Test …

Nikolay Davydenko (Russland/2)
Er gehörte schon vor Turnierbeginn zu den großen Favoriten – und greift jetzt nach der Schiffsschraube (dem neuen Siegerpokal am Rothenbaum)! Nach einer unbefriedigenden Woche in Stuttgart befindet sich der Russe auf Teil zwei seiner Deutschland Tour wieder in Top-Form und erinnert an seine starken Vorstellungen beim Masters Cup 2008, als er das Finale gegen Novak Djokovic erreichte. Solide aber enorm druckvoll, hoch konzentriert und wieselflink – das sind die Grundzüge des Spiels des 28-Jährigen, der schon die komplette Weltklasse verzweifeln ließ. Übrigens: Davydenko spricht perfekt deutsch, weil er mit 15 Jahren ins rheinland-pfälzische Salmtal zog – und ist damit auf das Siegerinterview bestens vorbereitet.