Das sind Hamburgs Halbfinalisten 2009

Paul-Henri Mathieu (FRA/13)
Der Franzose (ATP 39) ist nur mit seinem Physiotherapeuten hier – weil sein Trainer aktuell im Urlaub weilt. „Da hat er sich genau die richtige Woche ausgesucht“, schmunzelt Mathieu und ist jetzt heiß darauf, sein erstes Finale im Jahr 2009 zu erreichen. In Hamburg war der 27-Jährige noch nie so gut wie in diesem Jahr und hatte dabei schon zum Auftakt Glück, als er den Spanier Pere Riba im Toe-Break des dritten Satzes bezwang. Gestern profitierte er von der verletzungsbedingten Aufgabe von Viktor Troicki und geht ausgeruht und von der Weltranglistenposition her auch klar favorisiert ins Match – doch gegen Cuevas muss das gar nichts heißen.  

Pablo Cuevas (URU)
Die Überraschung des Turniers! Der Südamerikaner (ATP 107) machte bei den French Open 2008 erstmals auf sich aufmerksam, als er überraschend zusammen mit Luis Horna die Doppel-Konkurrenz gewann. Jetzt feiert er auch im Einzel erste Erfolge. Nach Vina del Mar im Februar steht er zum  zweiten Mal in einem Halbfinale auf der ATP World-Tour. Damals verlor er gegen Fernando Gonzalez. Am Rothenbaum hatte ihn niemand auf dem Zettel. Als Qualifikant schaltete er im Hauptfeld Björn Phau, Jürgen Melzer, Philipp Kohlschreiber und im Viertelfinale auch Nicolas Almagaro und hat jetzt Selbstvertrauen ohne Ende – mehr als ein Geheimtipp!

Nikolay Davydenko (RUS/2)
Der Topfavorit auf den Titel. Auch wenn Davydenko (ATP 11) gestern über drei Sätze gehen musste, ist er neben Pablo Cuevas der souveränste Spieler in den Tagen von Hamburg. 14 Turniersiege sprechen für die Routine des Russen, der schon mal die Nummer 4 im ATP-Computer war. In 2009 wartet er noch auf seinen ersten Finaleinzug, weil er lange mit einer Fersenverletzung pausierte. Sein größter Erfolg in diesem Jahr war der Viertelfinaleinzug in Roland Garros. Der 28-Jährige spielt schon zum 7.Mal an der Außenalster und verzeichnete 2005 sein bestes Ergebnis, als er im Halbfinale gegen Roger Federer unterlag.  

David Ferrer (ESP/6)
Spielt so ein künftiger Rothenbaum-Champion? Gegen Simon Greul war Ferrer (ATP 23) der klar bessere Mann und auch heute wird er Nikolay Davydenko sicher alles abverlangen. Der spanische Davis Cup-Spieler erreichte in diesem Jahr schon die Finals von Dubain und Barcelona, die er aber beide verlor. Bekommt er eine dritte Chance? In Hamburg spielt der 27-Jährige traditionell gut und präsentiert sich auch in 2009 wieder in prächtiger Verfassung. Insgesamt sieben Turniersiege stehen auf seinem Konto – kommt Nummer acht vielleicht schon morgen dazu?