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Chapeau Monsieur Chardy!

Jeremy Chardy ist ein neues frisches Gesicht auf der ATP-Tour – der Newcomer von 2009. Am Sonntag feierte der 188 Zentimeter großgewachsene und 75 Kilogramm schwere Franzose seinen ersten Triumph auf der ATP-Tour. "Das ist so toll. Das war ein Traum von mir", jubelte der Franzose nach seinem Coup auf dem Center Court des Weissenhofs. Der 22-Jährige aus Boeil-Bezing wurde für seinen Triumph mit einem Scheck in Höhe von 71.700 Euro und dem Siegerfahrzeug, ein Mercedes-Benz- E-Klasse, belohnt. Das freute den Sportwagenfan besonders: „Wenn ich mein erstes ATP-Turnier gewinne, kaufe ich mir von dem Preisgeld ein Auto." Das Geld hat er jetzt gespart und sein Renault Clio bleibt jetzt bestimmt in der Garage.

Seine Spielstärke stellte die Nummer 32 der Welt schon Anfang des Jahres unter Beweis und erreichte im Februar sein erstes ATP-Finale in Johannesburg. Der Sohn eines Bänkers gehörte bereits bei den Junioren zu den absoluten Top-Spielern. 2005 gewann der 22-Jährige die Wimbledon Junior Championships und erreichte bei den US Open das Finale. Seit mehr als zehn Jahren wird der sympathische Franzose vom ehemaligen französischen Tennisprofi Frederic Fontang trainiert. Nicht nur sein Coach, auch andere Tennisexperten sagen ihm eine große Zukunft voraus. Chardy, der gestern Davis Cup-Debütant Andreas Beck mit 7:6, 7:6 aus dem Rennen warf, nimmt die Lobeshymnen gelassen: Diese Woche will er am Rothenbaum wieder richtig gutes Tennis spielen und nach seiner Karriere möchte er sowieso gerne Schauspieler werden.