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Söderling greift an – Vier Deutsche raus

French Open-Finalist Robin Söderling stellt seine gute Form auch bei den International German Open am Hamburger Rothenbaum unter Beweis. Der frischgebackene Turniersiger von Bastad setzte sich in der 2.Runde gegen Fabio Fognini aus Italien mit 6:3, 6:7, 6:3 durch. Dabei sah der "schwedische Gladiator" eigentlich schon frühzeitig, wie der sichere Sieger aus, als er im zweiten Satz beim Stand von 5:4 zum Matchgewinn servierte. Doch der italienische Newcomer kam noch einmal zurück, holte sich das Break und auch den Satz, zog im entscheidenden Durchgang dann aber doch den Kürzeren.   

„Es war ein schweres Match. Ich war auch mental noch ein wenig müde von Bastaad. Der Turniersieg dort war ein Riesenerfolg, weil ich ja schon zweimal ein Finale in Stockholm verloren habe. Aber auch hier habe ich ganz gut gespielt", freute sich der Schwede über seinen Achtelfinaleinzug und kann damit nicht nur als einer der Spieler aus der Kategorie „Frauenschwarm“, sondern vor allem auch als ernsthafter Anwärter auf den Turniersieg gelten.  

Der Auftritt von Mischa Zverev vor heimischem Publikum am Hamburger Rothenbaum ist wesentlich früher beendet, als es dem Lokalmatadoren lieb sein kann. Der an Position 16 gesetzte Hamburger unterlag am gestrigen Mittwoch in der 2.Runde gegen seinen Landsmann Simon Greul nach brillantem Beginn noch mit 6:0, 5:7, 1:6. Im ersten Durchgang hatte Zverev noch alles im Griff, spielte seinen Kontrahenten an die Wand und erschien bereits wie der sichere Sieger, brach aber mal wieder ein. Mit Beginn von Satz zwei fehlte die Selbstverständlichkeit im Spiel des Hamburgers dann völlig und Greul marschierte im dritten Durchgang zu einem sicheren Sieg. "Ich bin natürlich sehr froh, dass ich das Match noch drehen konnte, aber schon im ersten Satz habe ich mich nicht so schlecht gefühlt. Wir hatten viele enge Spieler nur Mischa hat einfach die wichtigen Punkte gemacht. Mit dem ersten Spiel im zweiten Satz war ich dann richtig im Match drin. Zuvor hätte ich allerdings nicht mehr viel Geld auf mich gewettet", war Greul zufrieden mit seiner Leistungssteigerung.

Insgesamt war Mittwoch nicht der Tag der Deutschen in Hamburg, denn Greul konnte als Einziger das Achtelfinale im Einzel erreichen und damit in die Fußstapfen von Daniel Brands und Philipp Kohlschreiber treten, die sich bereits am Dienstag qualifizierten.

Für Andreas Beck war dagegen gestern Feierabend. Der Ravensburger unterlag Stuttgart-Sieger Jeremy Chardy trotz einer couragierten Leistung mit 6:7, 6:7. Es waren am Ende nur Nuancen, die den Unterschied ausmachten. Bei den "Big Points" setzte sich schließlich doch die höhere Qualität des Franzosen durch. "Ich habe mir wenig vorzuwerfen, denn es war ein Match auf hohem Niveau. Es ist einfach unglücklich gelaufen. Jeremy hat durch seinen Turniersieg natürlich auch viel Selbstvertrauen," stellte Beck fest, war mit seiner Leistung aber dennoch zufrieden – gegen einen der Shootingstars des Tennisjahres 2009 auszuscheiden war nun auch wahrlich keinen Schande.

Ebenfalls nicht mehr im Wettbewerb ist Florian Mayer, der gegen den spanischen Weltklassespieler David Ferrer beim 3:6, 2:6 ohne Chance war. Der Bayreuther war letztlich dem soliden und aggressiven Spanier nicht gewachsen. Ein ähnliches Schicksal erlitt Philipp Petzschner für den der an zwei gesetzte Nikolay Davydenko in den entscheidenden Momenten eine Nummer zu groß war. Der Russe siegte in 1:06 Stunden mit 6:3, 6:2 und machte damit die Hoffnungen der Zuschauer auf eine weitere Sensation nach Daniel Brands Erfolg über Gilles Simon zunichte.